Schlafmangel: Symptome & Folgen

Die folgenden Sympome können bei akutem oder chronischen Schlafmangel auftreten, es müssen jedoch keineswegs alle davon in Erscheinung treten:

1. Ständige, starke bis sehr starke Müdigkeit und Schlappheit. Teilweise auffällig häufiges Gähnen und Strecken.

2. Schlafmangel kann zu Konzentrationsmangel, Einschränkung der Leistungsfähigkeit und temporären Gedächtnislücken führen.

3. Kopfschmerzen, Übelkeit und Unwohlsein können Auswirkungen von akutem oder chronischem Schlafmangel sein.

4. Halluzinationen bzw. Wahnvorstellungen sind die Folgen von längerem Schlafanzug. Diese Symptome machen sich gewöhnlich schon nach 24-48 Stunden Stunden bemerkbar. Schlafmangel kann auch zu temporär verschwommener Sicht (in Kombination mit Konzentrationsmangel) führen. Durch die Halluzinationen treten seltener auch Angstzustände und Verfolgungswahn auf.

5. Durch Schlafmangel werden Belastungsfähigkeit und Stressresistenz vermindert. Reizbarkeit und Stress werden erhöht.

6. Längerfristig kann es bei häufigem Schlafentzug zum Auftreten diverser Herzkrankheiten kommen.

7. Permanenter Schlafentzug über viele Tage oder Wochen hinweg kann schlussendlich sogar zum Tod führen.

8. Zittern und Frieren können ebenfalls Auswirkungen von Schlafmangel sein, aber auch Schwindel und Gleichgewichtsprobleme.

9. In manchen Fällen führt Schlafmangel auch zu Gewichtszunahme oder aber Gewichtsverlust. In beiden Fällen sind diese körperlichen Veränderung körperlich belastend.

10. Chronischer Schlafmangel kann in Kombination mit vielen der zuvor genannten Symptome zu Depressionen führen, unter anderem auch zu relativ schweren Depressionen. Anmerkung: Umgekehrt können Depressionen aber auch zu Schlafmangel führen.

11. Durch den Mangel an Schlaf und Erholung schwinden gute Laune und Motivation schnell, Stress, Überforderung und Antriebslosigkeit sind die Folgen.

12. Schlafmangel kann zu Bluthochdruck führen oder diesen verstärken. Hier ist äußerste Vorsicht geboten.

13. Die Haut kann, vor allem im Gesicht und im Bereich der Augen, irritiert sein, matt und farblos aussehen.

14. Sprach- und Kommunikationsvermögen können (im Zusammenhang mit Konzentrationsmangel und Gedächtnisverlust) eingeschränkt sein.

15. Viele der genannten Symptome können verständlicherweise zu mannigfaltigen schulischen/beruflichen und sozialen Komplikationen führen.

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7 Kommentare zu „Schlafmangel: Symptome & Folgen“

  • Josie:

    Hallo,
    Ich bin gerade zum zweiten Mal in meinem Leben in so einem Zustand. Bei mir genügt eine unglückliche Aneinanderreihung von Nächten in denen Schlaf nicht möglich ist und ich trotzdem früh aufstehen muss und den Tag sinnvoll nutzen muss bis es wieder sehr, sehr spät wird. Durch Arbeit (Nachtdienste!), Ausbildung, Praktikum, Kind und Haushalt. Es fing am Freitag an, der ganze Tag war sehr aufregend und streßig zugleich für mich. Die kurze Nacht war keine richtige Erholung. Die ganze Woche davor war sehr anstrengend (arbeitsmäßig, ständiges gähnen,…) Dann der Samstag den ganzen Tag mit meinem Sohn sinnvoll genutzt (das heißt Haushalt und Spiel zugleich), abends war ich dann bis um 2 Uhr früh auf einem Fest. Das war auch so aufregend für mich (viele alte Freunde getroffen und viel erlebt), dass ich dann nicht mehr einschlafen konnte. Sonntag wurde ich dann also um 6.00 Uhr von meinem Kind geweckt( also keinen Schlaf). Den ganzen Tag über mit ihm Fischen gegangen, meiner Mutter geholfen und dann erst spät abends nach Hause gekommen. Später nach langer Zeit meinen Freund wieder getroffen und auch bis spät in die Nacht getratscht (gab viel zu erzählen, auch Probleme besprechen) Da merkte ich, dass mit mir etwas nicht stimmt. Und weil ich schon mal an Schlafmangel litt, wusste ich sofort um was es geht. Ich bin dann ein anderer Mensch. Ich bin überdreht, appetitlos, forsch, lass mir nichts von niemandem gefallen, dominant, sage jedem was ich denke mit stolz (keine Hemmungen), wie im betrunkenen Zustand, egoistisch, sehr sehr scherzhalft,…. am schlimmsten ist, dass ich alles vergesse und ich keine logischen Gedanken mehr führen kann, ich stottere beim Erzählen, weil mir Satzstellungen nicht mehr richtig einfallen. Es wirren auch tausend Gedanken in meinem Kopf und ich kann nicht mehr abschalten oder wichtiges von Unwichtigen sortieren. Die Nacht von Montag auf Dienstag hatte ich Nachdienst und war ducrhgehend munter. Ich war zum ersten Mal mit meiner Arbeit überfordert und habe Dinge vergessen die ich sonst nicht vergesse. Ich habe für alles sehr lange gebraucht, weil mir das denken so schwer fällt. Ich bin zurzeit dadurch auch emotional sehr labil!!!!
    Ich bin erstaunt, dass man einen so einen Zustand so schnell bekommen kann. Ich denke, dass ist aber auch von Mensch zu Mensch verschieden. Großes Problem ist für mich, dass ich mittlerweile gar keine Lust mehr auf schalfen habe. Als wären die körperlichen Müdigkeitsanzeichen einfach unbewusst verdrängt worden und nicht mehr aufzufinden. Hinzu kommt der ganze Streß. Ich habe auch heute den ganzen Tag viel organisatorisches erledigt und bin sogar mit der kranken Katze eine Stunde zu Früh zum Tierarzt gefahren und hab es erst am Weg im Auto gemerkt. Als ich vom Nachtdienst nach hause gefahren bin, musste ich nach einer halben Stunde umkehren, da ich was wichtiges vergessen habe.
    Ich werde noch einen Berg Wäsche bügeln und mich dann zum Schlaf zwingen. Denn morgen steht wieder viel am Programm. Und wenn das nicht hilft gehe ich zu einem Therapeuten, denn mein Sohn braucht wieder eine normale Mutter. Obwohl ich pädagogisch gesehen noch nie so gut, wie in diesem Zustand, mit meinen Sohn umgegangen bin. Oder kommt mir das alles nur so vor? Das ist ein Teufelskreis, man denkt man hat die Lösung und schon dreht sich schon wieder alles. Ich hör jetzt lieber auf. Danke für das Lesen.

  • ...:

    Hallo,
    ein freund ist jetzt schon momentan 200 stunden wach, und er will noch 3 tage ohne schlaf auskommen. Kann man schon ab sovielen tagen sterben???

  • Sam:

    Hallo allerseits, das mit 3 bis 4 stunden schlaf ist bei mir altag. ich arbeite bei einem Lebensmittelhändler als Leiter Nacht und Arbeite von 22Uhr bis 07Uhr. dan schlafe ich 2std. und am mittag oder frühen abend nochmals 1 x 2std oder 2 x 1std. mit essen und spielen mit dem kleinen Sohn ist der Tag schnell gefühlt. ich merke einfach das ich konzentrationsstörungen habe, und sehr vergesslich geworden bin. ob dies auch mit dem schlafmangel zusammenhängt? zudem kommt die physiche belastung,ich bin mit meiner frau in einer schweren ehekrise und habe einfach keine zeit für mich( kollegen,coiffeur,sport,lessen,berufliche weiterbildung)sie lässt nichts zu. tja so ist das,aber ist ja auch schön in der nacht,diese stille,zu wirken wenn alle schlafen,und der job macht spass. also guten schlaf und einen schönen tag wünsche ich. mfg sam

  • Sylvia Bönisch:

    Hi,
    Augenringe sind im Moment mein geringstes Problem. Ich setze gerade nach jahrelanger Einnahme Antidepressiva ab. Die Folge ist eine massive Schlafstörung und in den wenigen Schlafphasen habe ich Albträume, die ich extrem belastend finde. Um diesen zu entgehen, versuche ich, so wenig wie möglich zu schlafen, schon aus Angst vor dem, was mich dann erwartet. Ich dachte allerdings die Gewichtsabnahme, die Magenprobleme, die Gleichgewichtsprobleme hängen mit dem “Entzug” zusammen. Ich wußte nicht, dass Schalfentzug schon in so kurzer Zeit gefährlich sein kann, zumal er ja zur Therapie bei Depressionen eingesetzt werden kann.

  • Dundy:

    Hi,
    ich gehöre zu einer Berufsgruppe, die von Berufswegen nur sehr wenig Schlaf bekommt. Bäcker. Das heißt nachts um halb eins raus bis etwa morgens um elf. Das heißt, insofern ich auf die gesundheitlich guten NachtstundenSchlaf komme, müßte ich nachmittags um halb sechs ins Bett…aber wo bleibt da das soziale Leben??? So bleibt mir nichts anderes übrig als nur etwa 3-4Stunden am Stück zu schlafen. Das das nicht gesund sein kann, weiß wohl jeder,
    aber wie ändern?????
    Leider gehöre ich naturell gesehen nicht zu den Menschen die nachtaktiv sind, aber der Job macht mir Spaß, und die Arbeitszeiten haben sich erst in den vergangenen Jahren so stark zur Nacht hin entwickelt…Einen Alternativjob ist so gut wie nicht möglich zu finden(bei ähnlicher Bezahlung)

  • Rolf Kohler:

    Guten Tag

    Weshalb bekommt man dunkelrote “Ringe” unter den Augen wenn man zuwenig geschlafen hat??? Gruss aus der Schweiz

    • schlafmangel:

      Guten Tag! Zu sichtbaren Augenringen, auch Augenschatten genannt, kommt es bei Durchblutungsstörungen unter der Haut im Augenbereich. Die Haut ist dort nur sehr dünn, da in diesem Bereich kaum Unterhautfett vorhanden ist. Negative Veränderungen hinsichtlich des Blutflusses und der Blutzusammensetzung machen sich deswegen in diesem Bereich sehr leicht optimisch bemerkbar. Die Blutgefäße sind quasi von außen sichtbar, auf Grund der dünnen, sensiblen Haut! Und Schlafmangel kann sich negativ auf den Blutkreislauf auswirken (Bluthochdruck beispielsweise kann, wie im Artikel beschrieben, auch eine Folge oder zumeinst Teilfolge von Schlafmangel sein).

      Augenringe bzw. eine stärkere Anfälligkeit für diese sind sehr häufig genetisch bedingt, also angeboren. Deswegen kann sich Schlafmangel in Form von stärkeren Augenringen bemerkbar machen, das muss aber nicht zwangsweise so sein. Wer ohnehin dazu neigt, bekommt durch Schlafmangel dann meistens noch stärkere Augenringe. Die Intensität bzw. Dauer des Schlafentzugs spielt natürlich auch eine entscheidende Rolle.

      Farblich gesehen können Augenringe auch relativ stark variieren. Das hängt vom Hauttyp und den genauen Ursachen ab (Allergien, Drogenkonsum und noch viele weitere Faktoren können auch einen Einfluss auf das Entstehen von Augenringen haben). So können Augenringe dunkelrot, dunkelbraun oder auch dunkelblau sein. Das ist manchmal schon recht unterschiedlich. Nur werden sie allesamt als unansehnlich empfunden. :)

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