Pavor nocturnus (Nachtangst)

Das lateinische Wort Pavor wird als Zittern aus Angst übersetzt. Nocturnus bedeutet nächtlich. Pavor nocturnus erklärt sich also von allein: Nachtschreck, nächtliches Aufschrecken, Nachtangst!

Etwa ein bis fünf Prozent aller Kinder zwischen dem vierten und zwölften Lebensjahr – überwiegend Jungen – sind betroffen! Erwachsene haben selten Pavor nocturnus.

Es beginnt typischerweise eine Viertelstunde bis eine Stunde nach dem Einschlafen. Das Kind bzw. der Erwachsene erwacht mit Schreien, Keuchen oder Wimmern nur stückweise aus dem Tiefschlaf. Zwischen ein bis fünfzehn Minuten halten die Symptome wie Angst, Schwitzen oder Frösteln an. Dabei sind Trost- und Weckversuche nutzlos.

Es handelt sich bei Pavor nocturnus wie beim Schlafwandeln um eine Fehlsteuerung des Schlafes. Nachtangst stellt keine Krankheit oder Verhaltensstörung dar! Alles geht meist schnell, problemlos und ohne Therapie vorüber. Am Morgen fehlt die Erinnerung an die Nacht.

Sie sollten wissen, dass Anfälle in mehreren Nächten nacheinander vorkommen können, allerdings auch Abstände von Tagen, Wochen, Monaten und sogar Jahren möglich sind!

Wiederholtes Auftreten von Nachtangst innerhalb einer Familie und der Einfluss fieberhafter Krankheiten bzw. emotionaler Schwächen gelten als wahrscheinlich.

Mitunter erscheinen homöopathische Mittel oder eine Therapie sinnvoll, doch mit Gute-Nacht-Geschichten für ein Kind oder Ritualen unterstützen Sie bereits einen harmonischen Tagesausklang!


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