Narkolepsie

Bei der Narkolepsie ist der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört. Die Symptome äußern sich in einem ausgeprägten Schlafdrang bis zum Schlafzwang. Der Volksmund kennt das Erscheinungsbild daher treffend unter dem Begriff Schlafkrankheit.

Ursachen und Vorkommen

Man schätzt, dass in Deutschland ca. 0,03 Prozent der Bevölkerung, also drei von tausend Personen, von der Schlafkrankheit betroffen sind. Die Dunkelziffer könnte höher sein, die tatsächlich diagnostizierte Fallzahl ist jedoch viel niedriger und betrifft nur etwa ein Zehntel der Narkoleptiker. Klinische Symptome treten erstmals in der Pubertät auf und äußern sich in diesem Alter häufig in kataplektischen Anfällen.

Hierbei bewirkt die Narkolepsie den Ausfall von Muskelgruppen, die betreffende Person lässt etwas fallen, kann sich nicht halten, sinkt oder bricht zusammen. Ausgelöst werden diese Anfälle meist durch starke Emotionen, auch durch Heiterkeit (“Lachschlag”). Solche Symptome können auf die Schlafkrankheit hinweisen.

Im späteren Alter schlafen die von der Schlafkrankheit Betroffenen sehr viel. Ansonsten sind sie psychisch unauffällig. Als Ursache nimmt man Störungen in denjenigen Gehirnzentren an, die für den Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich sind. Eine zu geringe Konzentration des Neuropeptids Hypocretin wurde nachgewiesen.

Mittel gegen Narkolepsie

Als Therapie kommt die Anpassung der Lebensgewohnheiten an den Schlaf-Wach-Rhythmus, Vermeidung von Trigger-Situationen und Schlafhygiene infrage. Als medikamentöse Mittel gegen Narkolepsie werden unter anderem Modafinil und Antidepressiva zur Therapie eingesetzt.


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